INNEN- UND AUßENPUTZ

 

Innenputz

Seit Jahrhunderten werden die Innenwände unserer Häuser mit Unterputz glattflächig ausgeglichen. Der Putz erfüllte damit eine reine Zweckfunktion als Unterlage für Anstriche oder Tapeten. Der Bauherr von heute stellt allerdings höhere Ansprüche. Farbe, Art und Struktur der Wände sollen im harmonischen Einklang mit dem gesamten Wohnstil stehen.

Neben den Grundstrukturen Reibeputz, Scheibenputz, Kellenwurf und Kratzputz sind zahllose freie Strukturen möglich. Der Innenputz gewinnt damit mehr und mehr eine dekorative, wesentliche Bedeutung für die Wohnatmosphäre – und das buchstäblich. Denn rein mineralisch aufgebaute Putz-Systeme sorgen für ein ausgeglichenes, gesundes und behagliches Wohnklima.

Kapillarsysteme im Putzgefüge können kurzfristig hohe Luftfeuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben – kurz: das Wohnklima automatisch regulieren.

Außenputz

Außenputz - Der erste Eindruck zählt

Die Ansprüche an das optische Erscheinungsbild einer verputzten Fassade sind heute höher denn je. Darauf haben sich neben den Mörtelherstellern auch die Verarbeiter des Putzmörtels – die Stukkateure – eingestellt.

Mineralische Mörtel haben aufgrund ihrer bauphysikalischen Vorteile einen hohen Stellenwert. Langfristige Haltbarkeit und hohe Witterungsbeständigkeit sind wesentliche Merkmale der aus mineralischen Mörteln hergestellten Außenputze. Niederschlagsfeuchtigkeit kann schnell wieder abtrocknen. Wasser, welches über Risse in den Putz eindringt, reichert sich dort nicht an, sondern wird schnell wieder an die Außenluft abgegeben.

Wärmedämpfer Verbundsysteme

Wärmeschutz hilft Energie sparen

Pro wärmegedämmtem Fassaden-Quadratmeter lassen sich im Jahr durchschnittlich acht Liter Heizöl einsparen. Und jeder Liter Heizöl, der nicht verbrannt wird, verbessert die alarmierende Schadstoffbilanz. Bis zu zwei Drittel geringer ist der Schadstoffausstoß sogar bei einem Niedrigenergie-Haus. Eine gute Wärmedämmung hilft also nicht nur Heizkosten sparen, sondern entlastet vor allem auch unsere Umwelt.

Der Fassade kommt dabei eine besondere Bedeutung zu: bis zu 40% des Wärmeverlustes passiert im Bereich Außenwand. Heute ist es bereits üblich, mit 17,5 cm starken Steinen zu bauen. In absehbarer Zeit wird sich die Steinstärke auf 11,5 cm reduzieren. Das ergibt nicht nur einen erheblichen Raumgewinn, sondern stellt außerdem erhöhte Anforderungen an professionellen Wärmeschutz. Die schlanke Wand mit richtiger Wärmedämmung ist da die ökonomisch und ökologisch sinnvollste Lösung und ihr gehört die Zukunft.